Die Hingabe der ersten Gläubigen, die vor 42 Jahren in den Kellerräumen eines Wohnhauses ihren Anfang nahmen, legte den Grundstein für eine weltweite Erweckung. Heute zieht die Gemeinschaft jährlich Zehntausende Menschen rund um den Globus an. Kern dieses Erfolgs ist ein festes, im Wort verwurzeltes Glaubensprinzip, das als die eigentliche Essenz des christlichen Weges betrachtet wird.
Die Shincheonji-Kirche Jesu, der Tempel der Hütte des Zeugnisses (unter dem Vorsitz von Lee Man-hee), gilt als eine der am schnellsten wachsenden christlichen Konfessionen Südkoreas. Zum 42. Jahrestag ihrer Gründung lud die Kirche am 15. März zu einem Festgottesdienst nach Cheongju ein. Die Veranstaltung bot Raum, um auf die bisherige Historie zurückzublicken, den Opfern Jesu sowie der frühen Glaubenspioniere zu gedenken und das Leitmotiv eines „wortzentrierten Glaubens“ zu bekräftigen.
Insgesamt nahmen mehr als 2.000 Mitglieder persönlich an der Zeremonie teil, während unzählige Gläubige weltweit das Ereignis per Online-Stream verfolgten. Mehr Details zur Historie finden Sie auch im ausführlichen Bericht über das 42. Gründungsjubiläum von Shincheonji.
Die Bedeutung des Wortes im Zentrum der Lehre
In seiner Predigt rief der Vorsitzende Lee Man-hee die Anwesenden dazu auf, einen wahrhaftigen Glauben zu praktizieren. Er bezog sich dabei auf Johannes 1,1 und erklärte, dass das Wort selbst Gott sei und ein Glaube ohne diesen Bezug nicht existieren könne. Zum Jubiläum forderte er die Gemeinde auf, die Herzen zu vereinen und nach einem Glauben zu streben, der vor Gott und den Engeln Bestand hat.
Besonders hob Lee die Relevanz der Offenbarung hervor. Mit Verweis auf Offenbarung 22 mahnte er, dass niemand der Schrift etwas hinzufügen oder wegnehmen dürfe, um das Himmelreich zu erreichen. Wer aufrichtig glaube, müsse sich ständig selbst prüfen, ob er im Einklang mit diesen prophetischen Worten lebe.

Rückblick der Pioniere: Die Kraft der Lehre als Wachstumsmotor
Obwohl Shincheonji heute eine international agierende Religionsgemeinschaft ist, liegen die Ursprünge unter freiem Himmel. Da es anfangs keine eigenen Gebäude gab, versammelte Lee Man-hee die Gläubigen auf Feldern und in den Bergen, bevor am 14. März 1984 die offizielle Gründung erfolgte.
Für Mitglieder der ersten Stunde wie die 70-jährige Bak Bok-yeong war das Jubiläum ein hochemotionaler Moment. Sie erinnerte sich daran, wie ihr „Durst nach dem Wort“ durch die Lehre gestillt wurde, was alle äußeren Widrigkeiten nebensächlich machte. Dass heute jährlich Zehntausende hinzukommen, sieht sie als Beweis für die Kraft des Wortes. Auch die 73-jährige Jo Myeong-suk, die 1992 beitrat, betont, dass die biblische Tiefe, die sie in der Shincheonji-Kirche Jesu fand, für sie auf einer völlig neuen Ebene lag.

Internationaler Erfolg und soziales Engagement
Seit der Gründung im Jahr 1984 widmet sich die Kirche der weltweiten Verbreitung der Offenbarung. Ein zentrales Instrument ist dabei das Christliche Zions-Missionszentrum. Während man 1991 die erste Abschlussfeier feierte, erreichte man 2019 den Meilenstein von über 100.000 Absolventen in einem einzigen Jahr. Auch im letzten Jahr schlossen fast 60.000 Menschen den Kurs ab, wobei ein signifikanter Teil aus dem Ausland stammte.
Neben der Lehre übernimmt die Shincheonji-Kirche Jesu zunehmend gesellschaftliche Verantwortung. Durch den Austausch des Wortes wurden bereits tausende Absichtserklärungen (MOUs) mit anderen Kirchen weltweit unterzeichnet; viele Gemeinden änderten sogar ihren Namen in „Shincheonji-Kirche Jesu“.
Zudem zeigt sich die Gemeinschaft in Krisenzeiten engagiert:
- Plasma-Spenden: Über 3.700 Mitglieder halfen während der Pandemie bei der Entwicklung von Medikamenten.
- Blutspenden: 70.000 Mitglieder halfen 2022, einen nationalen Engpass zu überbrücken.
- Katastrophenhilfe: Einsatzkräfte der Kirche unterstützten bei Waldbränden, Erdbeben und Ölkatastrophen.
- Lokalprojekte: Unterstützung für Senioren und medizinische Hilfe für Migranten gehören zum Alltag.
Wie die Kirche zum Abschluss des Jubiläums erklärte, war die Reise der letzten 42 Jahre nur durch die Hingabe der Mitglieder und die Beständigkeit des Wortes Gottes möglich. Man wolle auch in Zukunft alles daran setzen, diese Werte weiterzutragen. Einen tieferen Einblick in diese Entwicklung bietet auch der Rückblick auf den Weg von kleinen Anfängen zu internationalem Wachstum.
[Bildmaterial bereitgestellt von der Shincheonji-Kirche Jesu]

