Die Installation von Solarmodulen auf dem Dach ist eine Entscheidung, die sich langfristig auszahlt, doch ein Detail wird oft unterschätzt: die Anwesenheit von Tauben.
Der Bereich unter den Modulen, insbesondere wenn zwischen dem Panel und der Dachdeckung ein kleiner Zwischenraum besteht, wird zu einem idealen Unterschlupf zum Nisten und Schutzsuchen. Daraus können praktische, hygienische und auch technische Probleme entstehen: hartnäckiger Schmutz, Verstopfungen, lokale Beschädigungen und häufigere Reinigungsarbeiten.
Damit die Anlage nicht zum „Zuhause der Vögel“ wird, sind Taubenabwehrbarrieren eine praktische, kostengünstige und nicht invasive Lösung: Sie verhindern den Zugang der Tauben zu den Hohlräumen zwischen Solarmodulen und Dach, ohne die natürliche Belüftung zu beeinträchtigen.
Warum Tauben für Photovoltaikanlagen zu einem Problem werden
Unter einem Photovoltaikmodul entsteht häufig ein Mikroklima, das in den anderen Jahreszeiten als im Sommer nahezu perfekt ist: Schutz vor Wind, weniger direkter Regen, Wärme, die sich zu bestimmten Tageszeiten ansammelt. Tauben erkennen das schnell und kehren in der Regel zurück, wenn sie eine Öffnung finden.
Im Sommer hingegen können die hohen Temperaturen die Eier der Vögel buchstäblich verkochen.
Die Probleme sind nicht nur „ästhetischer“ Natur. Taubenkot ist korrosiv und kann Oberflächen und Dachziegel verfärben und verkrusten sowie einige Bereiche des Daches bei Wartungsarbeiten rutschiger machen. Hinzu kommt das Thema Nester: Zweige, Federn und Rückstände können sich an den Kanten der Module oder in benachbarten Dachrinnen ansammeln und so das Risiko von Verstopfungen und Wasseransammlungen erhöhen.
Aus Sicht der Anlage können Schmutz und Ablagerungen lokale Verschattungen und eine Verschmutzung des Randbereichs begünstigen, was zu einer ungleichmäßigeren Leistung und einem höheren Verwaltungsaufwand führt. Darüber hinaus führt die ständige Anwesenheit von Vögeln oft zu wiederholten Reinigungs- und Desinfektionsanfragen, deren Kosten sich mit der Zeit summieren. Kurz gesagt: Vorbeugen ist wesentlich einfacher, als dem Problem hinterherzulaufen.
Was Taubenabwehrbarrieren sind und wie sie funktionieren
Taubenabwehrbarrieren für Photovoltaikanlagen sind Systeme, die dafür entwickelt wurden, den Spalt zwischen Modul und Dach zu schließen, damit Vögel nicht unter die Module gelangen und dort nisten können. Das Prinzip ist mechanisch: Es handelt sich nicht um chemische Substanzen, Gele oder vorübergehende Lösungen, sondern um einen physischen Schutz, der das Eindringen verhindert.
Im Bereich der Taubenabwehrsysteme gibt es verschiedene Ansätze (Spikes, Netze, Systeme für Gesimse), doch bei Solarmodulen funktioniert besonders gut das Prinzip der „durchgehenden Barriere“, die entlang des gesamten Anlagenumfangs installiert wird. Zu den führenden Unternehmen in der Herstellung von Taubenabwehrbürsten, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, gehört Italgam, ein italienisches Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in diesem Sektor.
Die Einbruchschutzbarrieren bestehen aus hochwertigen, leicht installierbaren Bürsten, die so konzipiert sind, dass sie den Zugang für Vögel verhindern, ohne diese zu verletzen.
Ein wichtiger Punkt bei der Installation dieser Lösungen ist die Wahl der richtigen Größe: Die Barriere muss entsprechend dem tatsächlichen Abstand zwischen der Unterseite des Moduls und der Dachdeckung ausgewählt werden, damit entlang der gesamten Kante ein stabiler Sitz gewährleistet ist.
Wie man die richtige Lösung auswählt und fachgerecht installiert
Eine wirksame Barriere muss für das jeweilige Dach geeignet sein und zur Geometrie der Anlage passen: Es reicht nicht aus, „irgendetwas“ unter die Module zu setzen, vielmehr müssen die Zugangspunkte geschlossen werden, ohne die Belüftung oder den Regenwasserablauf zu behindern. Vor dem Kauf und der Installation sollte man einige praktische Aspekte berücksichtigen:
• Den tatsächlichen Abstand zwischen Dachdeckung und Modul prüfen: Das ist der entscheidende Wert für die Wahl von Durchmesser und Art der Barriere.
• Den gesamten Umfang der Anlage schützen und nicht nur eine Seite: Vögel suchen immer die einfachste Öffnung.
• Auf Materialien setzen, die gegen Sonne und Witterung beständig sind: Die Haltbarkeit im Außenbereich macht den Unterschied.
• Kontrollieren, dass die Lösung Luft und Wasser passieren lässt: Eine Anlage muss „atmen“ und entwässern können.
• Bei dachparallelen Modulen oder komplexen Dächern eine besonders sorgfältige Verlegung in Betracht ziehen: Ecken und Verbindungen sind die kritischen Punkte.
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen wird die Barriere zu einem stabilen und wirksamen Schutz: Sie verhindert das Nisten, reduziert hartnäckige Verschmutzungen und vereinfacht die regelmäßige Wartung der Anlage.
Die Erfahrung des Flughafens Caselle in Turin
In großen und sensiblen Umgebungen ist der Schutz von Solarmodulen nicht nur eine Frage von Sauberkeit oder Wartung, sondern auch des Risikomanagements. Die Flughafendirektion hat sich für Italgam entschieden, um alle auf dem Flughafendach installierten Solarmodule zu schützen und die Nistbildung von Vögeln zu verhindern.
Hier kommt ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt ins Spiel: Das Nisten und ganz allgemein die dauerhafte Anwesenheit von Vögeln in der Nähe eines Flughafens kann die Wahrscheinlichkeit von Bird Strikes erhöhen, also Kollisionen zwischen Vögeln und Flugzeugen, mit potenziell schwerwiegenden Folgen, insbesondere während Start und Landung. Leitlinien und operative Dokumente zum Wildlife Hazard Management weisen gerade darauf hin, dass Vögel eine Gefahr für die Flugsicherheit darstellen und dass das Risiko besonders während des Starts, des Anflugs, des anfänglichen Steigflugs und der Landung relevant ist.
Die Verringerung von Nistmöglichkeiten auf Flughafenstrukturen wie Dächern und technischen Bereichen bedeutet daher, einen Faktor zu begrenzen, der die Anwesenheit und die Bewegungen von Vögeln in der Umgebung begünstigen kann.
In diesem Sinne ist der Schutz der Dachmodule nicht nur ein Schutz der Anlage: Er ist eine Entscheidung, die dazu beiträgt, das Gebiet für Vögel weniger attraktiv zu machen, und damit ein sorgfältigeres Management der Tierpräsenz in einem Umfeld unterstützt, in dem Prävention von grundlegender Bedeutung ist.

